Ein traumhafter Urlaub – und dann Das!

März 8th, 2013 von kaeptn

Eine Kreuzfahrt ist eine tolle Sache – doch was ist, wenn etwas schief geht? Ein Stromausfall wie auf der Costa Allegra oder gar ein Unglück, wie es den Gästen an Bord der Costa Concordia zugestoßen ist, kann den Urlaub schnell ruinieren und die schönen Tage zur Qual werden lassen. In solchen Fälle gibt es rechtliche Hilfe und gesetzliche Vorgaben, die einen schützen. Zu unterscheiden sind hier der Pauschal- und Individualurlaub. Kreuzfahrten gelten im Volksmund als Pauschalurlaub, da Unterkunft, Verpflegung und in vielen Fällen auch die An- und Abreise inkludiert sind. Dies ist wichtig für die rechtlichen Folgen im Falle eines Abbruchs der Reise. Folgenden sollen die Schritte erläutert werden und eine Hilfestellung für derartige Situationen liefern.

Reiseveranstalter übernehmen die Verantwortung

Deutsche Urlauber, die ihren Urlaub bei einem deutschen Reiseanbieter gebuht haben, können den Veranstalter auch nach deutschem Recht in Anspruch nehmen. Es handelt sich um Schadensersatzansprüche wegen einer abgebrochenen Reise, entgangener Urlaubsfreude, Rückreisekosten, abhanden gekommenes Gepäck und Kosten für eine ärztliche Behandlung in Zusammenhang mit der abgebrochenen Reise. Bei deutschen Reisenden des Unglücksschiffes Costa Concordia ist auch der deutsche Reiseveranstalter verantwortlich. Der Vertrag über die Reise ist in Deutschland abgewickelt worden, deshalb greift hier auch das deutsche Recht, egal wo das Unglück passiert ist. Sofern es sich bei dem Unglück nicht um höhere Gewalt handelt, ist der Reiseveranstalter auch für Taten derjenigen verantwortlich, die für im Rahmen der Reise beschäftigt sind.

Schadensersatz – doch in welcher Höhe?

Da durch den Untergang des Schiffes die gebuchte Reise nicht stattfindet, kann der gesamte Reisepreis vom Veranstalter zurückgefordert werden. Wird der Urlaub an Bord durch Schäden am Schiff beeinträchtigt, dann kann der Reisende ebenfalls Schadensersatz fordern. Die Höhe des Schadens richtet sich gemäß § 651f BGB nach Art des Schadens und Höhe der Minderung. Der Veranstalter ist während einer Kreuzfahrt selbstverständlich nicht nur für die Unversehrtheit der Person, sondern auch des Gepäcks verantwortlich. Bei einer früheren Rückreise, aufgrund von Schäden am Schiff, ist der Reiseveranstalter, gemäß § 651e IV BGB verpflichtet, die Kosten der Rückreise sowie erforderlichen Übernachtungen zu erstatten. Für Reisende ist zu bedenken, dass die Forderungen bis spätestens einen Monat nach Ende der offiziellen Reisezeit einzureichen sind. Bei weiteren rechtlichen Fragen zu ihrer Reise wenden Sie sich an den Anwalt für Reiserecht.

Geschrieben in Kreuzfahrtmarkt, Tipps & Tricks | Keine Kommentare »

Einen Kommentar abgeben

Bitte beachte: Die Kommentare werden moderiert. Dies kann zu Verzögerungen bei Deinem Kommentar führen. Es besteht kein Grund den Kommentar erneut abzuschicken.